Themenrecherche – heute mal komplex

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3 min read

Ich recherchiere derzeit für einen Auftraggeber zum Thema »Zuzahlungen und Aufzahlungen bei Hilfsmitteln« – ein sehr interessantes, aber auch sehr komplexes Thema, zu dem es viele Rechtsprechungen und Gesetze gibt. Leider ist mein Publikum in der Regel nicht so juristisch geschult, so dass ich noch versuchen muss, die ganzen Aspekte, die es da zu beachten gibt, etwas vereinfacht darzustellen, damit es die Personen, die es betrifft, auch erreicht.
Dabei darf ich jedoch nicht den Fehler machen, die rechtlichen Vorgaben so stark zu vereinfachen, dass Aspekte ausgelassen werden oder fehlerhaft dargestellt werden. Dieses hätte für den Leser unvorhersehbare negative Konsequenzen. Für diese Konsequenzen wäre ich verantwortlich und hätte meine Leserschaft auf lange Zeit gesehen nicht nur verunsichert, sondern womöglich sogar verloren. Die Beziehung zwischen Journalist und Leser ist dabei etwas ganz Besonderes. Ein Fehler wäre dabei unverzeihlich.

Die Beziehung zwischen Journalist und Leser

Es gibt nichts Wichtigeres für den Journalisten als seinen Leser. Dieses trifft insbesondere dann zu, wenn man berücksichtigt, dass es Aufgabe des Journalisten ist, seine Leserschaft oder genauer gesagt jeden einzelnen Leser bestmöglich zu informieren. Dabei ist es eigentlich egal, um welches Thema es geht. Kein Thema hat dabei eine höhere Relevanz als ein anderes. Zumindest sind vor der journalistischen Ethik alle Beiträge gleich zu bewerten.

Sonderfall: Themen mit besonderer Brinsanz

Natürlich gibt es Themen mit besonderer Brisanz, die im Journalistenkodex anders betrachtet werden und auch betrachtet werden müssen. Denn der Journalist trägt nicht nur seinem Leser gegenüber eine Verantwortung, sondern auch jenen gegenüber, mit denen er in seiner täglichen Arbeit zu tun hat. Dies können einerseits Kollegen sein, andererseits aber auch Informanten oder (Zeit-)Zeugen. Es gibt dabei Journalisten, die besonders feinfühlig in solchen Interaktionen agieren, aber auch solche, bei denen die Menschlichkeit hinter der Information zurücksteht. Fakt ist: Der Journalist trägt für sich und seine Mitmenschen Verantwortung. Natürlich ist es seine Aufgabe, jeden Einzelnen im Rahmen seiner Möglichkeiten zu informieren, doch es gibt auch Grenzen.

Grenzen und Probleme in der Recherche: Von Lesern und anderen Beteiligten

Problematisch sind bei der Betrachtung dieser Grenzen insbesondere Leser, denen die Aufnahme von Informationen schwerer fällt als anderen. Man darf seine Leser, egal wie vielfältig die Zielgruppe auch ist, weder als nicht gut informiert abtun und sie mit Informationen zuschütten, noch zu wenig informieren, weil man glaubt, das Zielpublikum hätte die gleichen Kenntnisse wie man selbst. Dabei ist eigentlich das Zielpublikum weniger das Problem, als vielmehr die Tatsache, dass man selbst nicht überprüfen kann, wie besagte Informationen vom Leser aufgenommen wurden. So sind Missverständnisse vorprogrammiert. Ein anderes Problem entsteht, wenn meinem Leser das Thema einfach nicht gefällt. Wenn diesen Leser das geschriebene Thema nicht anspricht oder er es nicht versteht, hat man ein Problem. So gesehen, gibt es für jedes Thema das richtige Zielpublikum – man muss es nur finden. Dabei ist jedoch für jeden einzelnen Artikel eine grundlegende Recherche absolut vonnöten und essentiell. Ebenso grundlegend wie die inhaltliche Recherche muss die Zielgruppenrecherche sein. Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann auch für sie schreiben.
In diesem Sinne verabschiede ich mich abermals in die Recherche.
Sollten auch Sie Themen für mich haben, die es sich zu recherchieren lohnt, erreichen Sie mich per E-Mail oder Telefon.

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