Tatsächlich Antwort, oder: Warum nicht gleich so?

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2 min read

Nachdem ich mich gestern fragen konnte, warum man eigentlich keine konkreten Antworten auf konkrete Fragen erhält, habe ich heute tatsächlich Antworten bekommen. Antworten, die mich in meiner Recherche voranbringen und mir erlauben, mit dem Schreiben zu beginnen. Das stimmt mich gerade sehr froh.

Ausweichende Antworten oder besser gar nicht antworten?

Doch gleichzeitig stellt mich das vor die Frage, warum bekommt man manchmal (eigentlich sogar immer dann, wenn dem Gegenüber die Fragen nicht gefallen) ausweichende allgemeine Antworten, statt einer Antwort, die den Journalisten persönlich vielleicht nicht in Begeisterungsstürme versetzt, aber es ihm ermöglicht weiterzuarbeiten.
Tatsächlich ist es doch so, dass es beim Schreiben eines Artikels nicht um das persönliche Wohlbefinden oder die Meinung des Journalisten gehen sollte, sondern um Antworten. Warum also schieben Ämter und Institutionen so gerne die Gesetze nach vorn? Warum verstecken sie sich so gerne hinter den Verschachtelungen der deutschen Gesetzgebung, die niemand verstehen wird, der keinen Abschluss in Jura hat? Ist es, weil sie nicht möchten, dass der Leser keine Antworten erhält?

Das Recht auf Seiten des Journalisten

Da wäre es schon geschickter gar nicht zu antworten, denn mit dieser auf den ersten Blick sehr allgemeinen Antwort, machen sie sich eigentlich noch angreifbarer. Da kann man hinterher hingehen und fragen, und das heißt konkret was? Was steht in der Gesetzgebung und was bedeutet das konkret für den Bürger oder in meinem Fall für die Leser, die meinen Artikel lesen sollen? In diesem Sinne werde ich dann mal nachhaken, damit ich vielleicht konkretere Antworten für meinen Artikel erhalte. Schließlich reicht mir ein Zitatgeber alleine nicht aus. Zwei sollten das absolute Minimum sein, besser noch drei.

Warum mindestens zwei Zitatgeber sinnvoll sind

Nun, im Journalismus geht es darum, ein Thema möglichst intersubjektiv darzustellen. Da ein Thema aus einer Sicht oder einem Blickwinkel niemals intersubjektiv geschrieben sein kann, braucht es mindestens zwei Perspektiven. Um diese Perspektiven für den Leser deutlich zu machen, muss der Journalist mit besagten Perspektiven gesprochen haben, also kann er aus jedem Gespräch, welches er nicht im Geheimen oder Verborgenen geführt hat, auch zitieren. Nur so werden die unterschiedlichen Perspektiven tatsächlich sichtbar. Somit profitiert letztendlich der Journalist in seiner Glaubwürdigkeit ebenso davon, wie der Leser, der sicher durch eine Informationsflut hindurchgeleitet wird. Er erfährt mehr und kann mit der Information besser umgehen.

Der Journalist als Gatekeeper

Tatsächlich ist der Journalist dabei in der Rolle des Torwächters, des sogenannten Gatekeepers. Als solcher entscheidet er, was er an sein Zielpublikum weitergibt. Es ist die Aufgabe des Journalisten, zu informieren. Die Frage ist, wie und in welchem Umfang er die vorliegende Information vermittelt.

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