#domkongress in Dortmund – Online-Marketing hat viele Gesichter

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Am 11.Mai 2016 fand in Dortmund der DOMKongress statt. DOM steht für Dortmunder Online Marketing und hat nichts mit dem Kölner oder Aachener Dom zu tun. Tatsächlich ging es darum, wie man seine Firma im digitalen Zeitalter richtig positioniert, welche Möglichkeiten man hat, um auf sich aufmerksam zu machen. Es gibt zahlreiche dieser Optionen.

Man könnte über Affiliate-Marketing Geld verdienen, wobei man das Affiliate-Marketing richtig betreiben sollte und nicht einfach für irgendetwas werben, nur weil man Geld dafür bekommen könnte.

Affiliate heißt Empfehlung

Tatsächlich geht es beim Affiliate-Marketing aber nicht darum, Dinge zu empfehlen, nur weil sie sich gerade gut verkaufen. So macht man sich unglaubwürdig. Vielmehr geht es darum, Dinge anzupreisen, die man selbst getestet und für gut befunden hat oder Dinge, die man selbst gerade testet, die man schon ausprobiert hat und die einem gefallen.

Ein Beispiel: Habe ich einen Hund, der eine ganz bestimmte Futtermarke bevorzugt, sollte ich vielleicht nur für diese Marke werben. Bei einem Youtube-Video könnte ich meinen Hund gleich mit vermarkten, denn er ist der perfekte Tester. Schmeckt es meinem Hund nicht, so habe ich auch eine Botschaft präsentiert, meine Follower würden in diesem Fall die Marke für ihren Hund nicht in Betracht ziehen. Anders, wenn es ihm schmeckt. Je nachdem, wie viele Menschen mich abonniert haben und meinen Kanälen folgen, kann sich diese Form des Affiliates für mich lohnen.

Heißt das nun, dass das Affiliate-Marketing tatsächlich von der Empfehlung lebt? Ja, denn Affiliate heißt Empfehlung.

Here I am, let’s start – Die Kunst, eigene Produkte zu entwickeln und zu vermarkten

Wer sich mit Vermarktung von Produkten beschäftigt, sollte sich zunächst die Frage stellen, ob er ein fremdes Produkt vermarkten möchte (Affiliate) oder ein eigenes Produkt (Selfmade). Hat man sich dann entschieden, ein eigenes Produkt auf den Markt zu bringen, sollte man sich genau überlegen, wer zur Zielgruppe gehört, worin man selbst Stärken hat und wie man diese in die Firma einbringen kann. Nur, wenn ich mit meinen Stärken einer ganz bestimmten Zielgruppe einen ganz bestimmten Mehrwert liefern kann, lohnt es sich, das entsprechende Produkt zu erzeugen.

Nehmen wir ein Beispiel: Stellen wir uns vor, wir sind Gärtner (möglicherweise auch nur Hobby-Gärtner) und unser Garten ist grün, die Pflanzen sind gesund und wir wissen genau, warum dies so ist. Leider sind die Gärten in unserer Nachbarschaft nicht ganz so grün und gesund wirken sie auch nicht. Im echten, realen Leben würden wir jetzt herüber gehen und unsere Hilfe anbieten, womöglich gegen Bezahlung, Im virtuellen Leben schreiben wir einen Blog über unseren Garten und die Arbeit, die wir in unseren Garten investieren. Unseren Lesern bieten wir „Unsere fünf geheimsten Tipps, unseren Garten zu pflegen“ an, selbstverständlich kostenlos. Alles, was unser Gegenüber, unser Leser tun muss, ist, sich in die Mailing-Liste einzutragen, um regelmäßig informiert zu werden. Mit der wachsenden Mailing-Liste gedenken wir nicht, unserem Leser auf die Nerven zu gehen und berichten auch weiterhin über unseren Garten. Im Newsletter, den wir auch schon führen , wenn sich nur eine Person angemeldet hat, empfehlen wir neben fremden Produkten vielleicht auch noch unser Webinar „Wie wir unseren Garten frühlingsfit machen“. Dieses Webinar kostet dann vielleicht 90 Euro. Unsere Zielgruppe: „rüstige Renterinnen im Alter von 60 aufwärts, die sich gerne in ihrem Garten aufhalten und ihn auch noch selbst versorgen“. Unsere Mailing-Liste besteht mittlerweile vielleicht aus 2.000 Mitgliedern, etwa 1.000 interessieren sich für das Seminar, 10 melden sich an. In dem Moment hätten wir einen Gewinn von 900 Euro. Dieser Gewinn mag auf den ersten Blick nicht viel sein, obwohl er sicher ein guter Anfang ist. Da das Webinar auch noch aufgezeichnet wurde und wir Rabatt-Codes im Rahmen des Seminars ausgeben, die wiederum Affiliate-mäßig funktionieren, haben wir auch hier noch einmal einen Zugewinn und können unser Webinar beziehungsweise dessen Aufzeichnungen auch noch einmal anbieten. Ein, zwei Wochen später bieten wir dann ein weiteres Webinar an „Unsere Pflanzen sprießen – und nun?“. Nehmen wir an, unser erstes Webinar ist gut gelaufen. Die Teilnehmer aus dem ersten Webinar empfehlen uns weiter (Affiliate, aber unentgeltlich). Nun bieten wir es wieder über unseren Newsletter an. Es melden sich 15 Teilnehmer insgesamt an. Unser Webinar kostet weiterhin 90 Euro Teilnahmegebühr, sodass wir nun schon 1.350 Euro eingenommen hätten. So oder so ähnlich ließe sich ein eigenes Produkt (ein Webinar) vermarkten.

Die eigene Mailing-List

Eine eigene Mailing-List zu führen ist für alle Formen des Marketings, ob für eigene oder für fremde Produkte, notwendig, um mit seinen Lesern in Kontakt zu bleiben. Mit einem Leser auf der Mailing-List hat man vielleicht noch nicht den größten Erfolg, aber über eine Sache sollte man sich im Klaren sein: Die Mailing-Liste wächst. Und mit jedem neuen Leser steigt meine Bekanntheit und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Leser etwas kauft. Schon ab 100 Menschen (und es sind Menschen, keine Kunden in erster Linie) hat man eine Chance, dass eine Person etwas kauft. Ein Prozent, das mag wenig sein, aber es ist hier in Deutschland realistisch.

Den Anbieter als Menschen erleben

Häufig muss man im Internet mittlerweile bestätigen, dass man kein Roboter ist. Über diese Captcha-Abfrage kann man sich eigentlich nur amüsieren, denn jeder, vom Roboter einmal abgesehen, kann diese Anfrage bestätigen.

Tatsächlich geht es heute im Internet um mehr, als darum, zu belegen, kein Roboter zu sein. Heute steht sowohl auf Verkäufer- als auch auf Käufer-Seite nicht das Produkt im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Menschen helfen Menschen dabei, für bestimmte Probleme und Problemstellungen Lösungen zu finden. Infolgedessen macht ein Verkäufer dann den größtmöglichen Umsatz, wenn sein Kunde (der potentielle Käufer) sich seines Problems bewusst ist, aktiv nach einer Lösung sucht und den Verkäufer sympatisch findet. In diesem Fall ist er dankbar für jede Form der Unterstützung und man kann auf menschlich angemessene Weise Geld verdienen und seine Produkte verkaufen.

Sich selbst kennen

Sich selbst zu kennen, kann sich lohnen, denn jede Form von Marketing funktioniert nur, wenn ich mir meiner eigenen Stärken und Schwächen, meiner Schwerpunkte und Fähigkeiten bewusst bin. Ich sollte als Anbieter wie als Kunde niemals etwas anbieten oder kaufen, womit ich mich selbst nicht identifizieren kann. Kann ich nicht zu 100 Prozent hinter meinem Produkt stehen, bin ich nicht authentisch. Und Authentizität hat schließlich Einfluss auf meinen Gewinn, wobei ich hier keinesfalls nur vom finanziellen rede. Auch menschlich kann ich durch menschliches Miteinander wachsen. Wichtig ist nur, zu wissen, wer ich bin und wie ich durch andere wahrgenommen werde.

Hat sich der DOMKongress gelohnt?

Ich könnte an dieser Stelle noch etliches mehr vom DOMKongress berichten, bin jedoch sicher, dass ich Sie, lieber Leser, dann vermutlich nicht bis zum Ende halten könnte, somit schließe ich mit der Aussage: Der DOMKongress hat sich für mich gelohnt. Über die einzelnen medialen Möglichkeiten wie die Nutzung von Google-Hangouts, Podcasts und Blogs werde ich ein anderes Mal berichten. Wer sich jedoch selbst ein wenig über den DOMKongress informieren möchte, hat auch auf meinem Instagram-Account die Möglichkeit, einige Fotos zu betrachten.

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